

Das Trainingslager in Belek ist aus sportlicher Sicht „gelaufen”. Am Donnerstag, 26. Januar, bat Cheftrainer Andreas Bergmann seine Spieler noch zweimal auf den Platz, morgen geht es dann mit dem Flieger von Antalya nach Düsseldorf. Die letzten Splitter aus Belek.
Die Kernspinuntersuchung am Donnerstagmorgen hat den Verdacht bestätigt: Daniel Ginczek trug im Spiel gegen Rubin Kasan am Mittwoch eine Innenbandverletzung im rechten Knie davon. Allerdings ist es nur eine Teilruptur, die konservativ behandelt wird. Mannschaftsarzt Dr. Karl-Heinz Bauer geht davon aus, dass der Angreifer vier bis sechs Wochen fehlen wird.
Erfreuliche Kunde erreichten die Bochumer in Belek aus Bad Griesbach. Patrick Fabian ist am Donnerstag von Dr. med. Heinz-Jürgen Eichhorn am vorderen Kreuzband operiert worden. Der Innenverteidiger hat den Eingriff gut überstanden und wird noch bis zum Wochenende stationär behandelt. Anschließend wird er zurück nach Bochum fahren. „Der zweite Kreuzbandriss innerhalb von zehn Monaten war ein Schock für mich, den ich erstmal verdauen musste. Ich habe mich komplett leer gefühlt“, übermittelte der Innenverteidiger via Facebook an die Fans, schickte aber auch eine klare Kampfansage hinterher: „Alles auf Anfang, alles auf Null - ich werde hart daran arbeiten, in ein paar Monaten wieder bei einhundert Prozent zu sein und dann mit euch viele Siege zu feiern. Ich komme wieder.“
ComebackWas Fabian noch vor sich hat, das hat Philipp Bönig schon fast hinter sich. Am Donnerstag nahm der 31-Jährige zum ersten Mal seit Monaten wieder an einer Spielform im Mannschaftstraining teil. „Das ist richtig stark von dem Jungen. Als Typ ist er für die Mannschaft ungemein wichtig“, so Cheftrainer Andreas Bergmann über den Linksverteidiger.
Faton Toski und Mimoun Azaouagh hatten es nach dem Mittagessen eilig. Sie setzten sich in ein Taxi und fuhren Richtung Zentrum von Belek. Ziel des kleinen Ausflugs war ein Einkaufzentrum, in dem die beiden Geschenke für die Daheimgebliebenen besorgen wollten. Was letztlich in den Tüten war, mit denen sie anschließend die Hotel-Lobby betraten, hat der Autor der vorliegenden Zeilen nicht herausbekommen.
Mit 51 Toren in 112 Länderspielen ist Hakan Sükür der beste Torjäger der türkischen Nationalmannschaft und in seiner Heimat so etwas wie Gerd Müller für die Deutschen. Deshalb staunte Mirkan Aydin nicht schlecht, als ihn die Journalistin von der türkischen Ausgabe von „FourFoutTwo“ mit dem Stürmer-Denkmal verglich. Zwar fühlte er sich geschmeichelt, wies aber auch darauf hin, dass er gerade einmal ein paar Spiele in der 2. Bundesliga gemacht habe und noch viel Arbeit vor ihm liege.

Die Gelb-Sperre von Marcel Maltritz für das Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock könnte seine Chance sein. Holmar Eyjolfsson scheint momentan der aussichtsreichste Kandidat für die vakante Stelle in der Innenverteidigung zu sein. „Er ist eine gute Option“, sagt Bergmann, der zwar einräumt, dass der junge Mann aus Island in seinem Spiel noch den einen oder anderen Bock drin hat, aber sich zuletzt sehr gut entwickelt habe. „Die Jungs müssen spielen und Erfahrungen machen. Dazu gehören nun einmal auf Fehler. Die Aufgabe gegen Rostock traue ich Holmar auf jeden Fall zu.“
Ob Christoph Dabrowski und Christoph Kramer am Sonntag, 29. Januar, ab 15 Uhr bei der Generalprobe gegen den FSV Frankfurt mitwirken können, stand am Donnerstag noch nicht fest. Der Kapitän hat gegen Aachen einen schmerzhaften Schlag auf das Sprunggelenk bekommen, sein junger Teamkollege hat aufgrund der harten Plätze in der Türkei leichte muskuläre Probleme. Beide absolvierten am letzten Trainingstag in der Türkei ein individuelles Programm.
Nein, es war keine disziplinarische Maßnahme eines Schiedsrichters: Von der Tribüne aus beobachtete Andreas Bergmann die letzte Trainingseinheit in Belek. Er hatte am Mittag Marcel Maltritz, Slawo Freier und Giovanni Federico mitgeteilt, welche Schwerpunkte (u.a. ballorientierte Regeneration) in der letzten Einheit im Vordergrund stehen sollten, und das Trio hatte sich an die Arbeit gemacht, die dazu passenden Übungsformen herauszusuchen. Anschließendes Fazit von Bergmann: „Malte und seine Assistenten haben einen guten Job gemacht. Die Übungen haben gepasst, und die Spieler hatten zum Abschluss viel Spaß.“
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» Tag 6 in Belek: Innenbandriss bei Ginczek?