
Bestehende Kontakte pflegen, neue Netzwerke knüpfen und erste Ansätze für eine gemeinsame Kooperation finden: Unter diesem Motto stand das Zusammentreffen des VfL Bochum 1848 und der Wirtschaftsjunioren Bochum in der vergangenen Woche in der rewirpower-Lounge im VfL-Stadioncenter.
In gemütlicher Atmosphäre fanden sich rund 60 Interessierte des Wirtschaftsjunioren-Netzwerks an der Castroper Straße ein, um mit den VfL-Verantwortlichen bei Currywurst und Fiege-Pils in ungezwungener Atmosphäre über mögliche Ansatzpunkte für zukünftige Kooperationen nachzudenken. In der von Frank Goosen, dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden des VfL, moderierten Veranstaltung machte WJ-Vorstandsmitglied Dr. Johannes Wamser darauf aufmerksam, welch große Chancen eine Zusammenarbeit zwischen dem „Goldjuwel“ VfL und den Jungunternehmern bei der IHK Mittleres Ruhrgebiet bedeutet: „Wir wollen mit dem Verein ins Gespräch kommen und durch gemeinsame Projekte bisher unentdeckte Potenziale wecken“, so Wamser.
In einer ausführlichen Talkrunde mit Frank Goosen und VfL-Sportvorstand Jens Todt wurde deutlich, dass der VfL Bochum 1848, für den an dem Abend auch Vorstandsmitglied Ansgar Schwenken mitdiskutierte, seine Identität als „authentischer Ruhrgebietsverein“ erkannt und sein Handeln darauf ausgerichtet hat. Das beinhaltet nicht zuletzt eine intensivere Verankerung in der eigenen Stadt. „Ich habe das Gefühl, der VfL wird außerhalb der Stadt viel positiver und sympathischer wahrgenommen als in der eigenen“, so Jens Todt.
Um dieses Wahrnehmungsbild auch innerhalb der eigenen Stadtgrenzen zu verstärken, startete der VfL Bochum 1848 unter der Leitung von Yvonne Oleszak etwa mit dem BobbiKlub, der Schuloffensive oder dem karitativen Projekt „Hier, wo das Herz noch zählt“ bereits einige Aktionen in diese Richtung. Erfreuliches Ergebnis des gestrigen Abends war unter anderem, dass es im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit in Zukunft einige gemeinsame Sozialprojekte mit den Wirtschaftsjunioren geben wird.
Interessante Ansatzpunkte gab es auch in Bezug auf die Jugendarbeit des VfL. Alexander Richter, Leiter der Nachwuchsabteilung, machte deutlich, dass dem Verein neben der sportlichen Weiterentwicklung seiner Schützlinge auch die schulische, berufliche und persönliche Qualifikation der Jugendlichen am Herzen liegt, um ihnen auch Perspektiven abseits des Fußballplatzes zu ermöglichen. So ist es in Zukunft durchaus denkbar, in Kooperation mit dem Wirtschaftsjunioren-Netzwerk eine „Praktikumsbörse“ zu etablieren, bei der VfL-Jugendspielern in Unternehmen vermittelt werden, um den „beruflichen Alltag“ kennen zu lernen. Ebenso ist angedacht, Bewerbungstrainings oder Berufsberatungen zusammen mit den WJ durchzuführen.
Von einer rasanten Entwicklung der vereinseigenen Abteilung berichtete Andrea Peschke, Leiterin Marketing und Vertrieb beim VfL. „Als ich 2002 zum Verein kam, hat die Marketing-Abteilung gerade mal eine Person umfasst, heute gibt es fünf Teams, die sich darum kümmern, den VfL nach vorne zu bringen“, so Peschke. Doch auch in diesem Bereich ist die Fahnenstange längst noch nicht erreicht und stetiges Steigerungspotenzial vorhanden, damit der Verein auch weiterhin den Anforderungen des professionellen Fußballs gerecht wird. Unter anderem ist es geplant, zukünftig die Fachkompetenz und das Know-how der Wirtschaftsjunioren zu nutzen, um einen inhaltlichen und fachlichen Austausch auf unterschiedlichen Themengebieten, etwa dem Vertragsrecht, zu pflegen. So können die WJ ihre Fachexpertise bei verschiedenen Themen zur Verfügung stellen und helfen, neue Marketingideen von „neutraler Seite“ auf Herz und Nieren zu prüfen („Rütteltest“).
Die Hauptbotschaft kam an diesem Abend bei beiden Partnern gut an: Es gibt viele Gemeinsamkeiten, und die Basis für eine gute Zusammenarbeit wurde geschaffen.